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Die richtige Brille fürs 3D-FernsehenVeröffentlicht: Sep 09, 2011

Von admin
Veröffentlicht: Sep 09, 2011

Dreidimensionales Fernsehen war eins der wichtigsten Themen der diesjährigen Berliner Elektronikmesse IFA – die Technik leidet nicht mehr an Kinderkrankheiten, die Geräte werden erschwinglich. Unklar ist jedoch, welche Lösung die beste ist: Fernsehen mit Shutterbrillen, mit Polarisationsbrillen oder ganz ohne Brille. Die wichtigsten Fragen und Antworten:


1. Welche Arten von Brillen gibt es, und wie funktionieren diese?

Die Gläser einer Shutterbrille sind mit Flüssigkristallen gefüllt. Die Brille schaltet das linke und das rechte Brillenglas abwechselnd dunkel und durchsichtig. Auf dem Fernseher werden die Bilder für jedes Auge synchron dazu abgespielt – dadurch entsteht ein 3-D-Eindruck. Etwas simpler ist die Technik einer Polarisationsbrille – die Bilder für beide Augen überlagern sich und werden durch die Gläser in einen linken und einen rechten Teil gefiltert. Die Bildqualität ist bei beiden Versionen ausgereift und sorgt für gute 3-D-Effekte.
2. Welche Brillen sind günstiger?
Sofern man den reinen Brillenpreis betrachtet ist die Polarisationsbrille günstiger. In ihr steckt keine revolutionäre Technik, man bekommt sie ab circa 25 Franken. In einer Shutterbrille gibt es hingegen ein Steuermodul, welches die Brillengläser umschaltet. Zudem sind diese Modelle schwerer und müssen regelmässig aufgeladen werden. Kostenpunkt: 60 bis 200 Franken.
3. Was spricht für Shutterbrillen?
Samsung, Sony, Panasonic und X6D haben sich geeinigt, ein gemeinsames Übertragungsprotokoll zu entwickeln. Dies bedeutet dass Fernsehnutzer in Zukunft mit einer Sony-Brille 3-D-Fernsehen auf einem Samsung-Gerät schauen können. Dies dürfte auch die Verbreitung der Shutterbrillen fördern, wodurch sie sich als Standard durchsetzen könnten.
4. Was spricht für Polarisationsbrillen?
Die Technik funktioniert immer gleich – es spielt keine Rolle von welchem Hersteller Brille und Fernseher stammen. Durch den günstigen Preis eignen sie sich für Fernsehabende mit Freunden. Wer fünf Gäste einlädt, braucht auch fünf Brillen. Das kann bei Shutterbrillen schnell teuer werden.
5. Wie sieht es mit 3-D-Fernsehen ohne Brille aus?
Fernseher dieser Art sind im Heimkino-Bereich zur Zeit noch kaum verbreitet. Prototypen gibt es auf der Elektronikmesse bereits zu sehen. Die Technik erinnert aber an die sogenannten Wackelbilder, die es auf Kunststoffplatten gedruckt gibt. Wenn man den Kopf bewegt, sieht man kurz störende Bildeffekte. Diese Technik ist also noch nicht reif für den Filmgenuss zu Hause.


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